Selbst bauen oder kaufen? Teil 3

Teil III unserer Serie zu KI-gestützter Software-Entwicklung.

Am Ende von Teil II haben wir erwähnt, dass die richtige Antwort oft beides ist. Also Selbstbau und professionelle Software in Kombi. Wir erläutern, wie das konkret aussehen kann.

Die Grenze verläuft nicht zwischen Firmen, sondern zwischen Aufgaben

Die Frage lautet eher selten „Standardsoftware oder Eigenbau für den ganzen Betrieb“. Sie lautet vielmehr: Welcher Teil gehört wohin?

Das kennt in unserer Branche jeder aus der Praxis. Kaum jemand baut sich sein eigenes Traversensystem, aber die Deko-Konstruktion für genau diesen einen Kunden macht man natürlich selbst. Bei Software ist es das gleiche Prinzip.

Nach innen, also dorthin, wo Personaldaten liegen, Zeiten erfasst und Nachweise geführt werden, gehört ein System, das dauerhaft gewartet wird, das jemand betreibt und für das jemand geradesteht.

Nach außen, also alles, was auf diese Daten aufsetzt, eignet sich zum Selbstbau: z. B. die spezialisierte Auswertung oder der Abgleich mit dem eigenen CRM. Oder ein Tool, was den Ablauf genau so abbildet, wie es nur im eigenen Unternehmen der Fall ist.

Und damit die zweite Hälfte so funktioniert, muss die erste Hälfte offen sein. Und genau das sehen wir auch als unsere Pflicht als Anbieter.

Unsere API ist offen und immer inklusive

CrewBrain hat eine gut dokumentierte API, über die sich praktisch alle Objekte im System auslesen und auch ändern lassen.

Was damit alles möglich ist, sieht man an unseren Kunden. Jeder nur erdenkbare Drittanbieter kann aufbauend auf der API mit CrewBrain verbunden werden, oder eigene Workflows wie z. B. das Abgleichen von Rechnungen und automatische Auszahlung an Freelancer sind möglich. Für viele andere Tools, wie zum Beispiel Rental-Management-Systeme wie Eventworx gibt es sogar schon vorgefertigte Konnektoren in CrewBrain. Das beste daran: Die heiklen Daten muss das Selbstbau-Tool überhaupt nicht enthalten, es arbeitet nur mit ihnen oder verändert sie.

Um Themen wie Nachweispflichten oder Backups sowie Ausfallsicherheit muss man sich damit wenig Gedanken machen – weil das darunterliegende System als Grundlage weiterhin existiert.

MCP: Damit KI direkt mit CrewBrain arbeiten kann

Seit einiger Zeit gibt es einen gemeinsamen Standard dafür, wie KI-Programme mit anderer Software sprechen können. Er heißt MCP, und CrewBrain hat einen MCP-Server als Schnittstelle zu KI als einer der ersten Anbieter in der Industrie veröffentlicht.

Im Klartext: KI wie ChatGPT oder Claude kann direkt in CrewBrain arbeiten, zum Beispiel für dich Jobs anlegen, Ausfälle hinterlegen und viele andere Dinge übernehmen. An den Zugriffszahlen für unseren MCP-Server sehen wir, dass ein Teil unserer Kunden diese Möglichkeit schon täglich nutzt und wir haben bisher großartiges Feedback dazu bekommen.

Zwei Dinge daran sind uns besonders wichtig:

Ihr entscheidet, welche KI das ist: Genau wie mit unserer offenen API-Spezifikation schreiben wir keine Modelle oder bestimmte Softwares vor, die mit CrewBrain verbunden werden können. Wir wissen, dass Individualität in der Branche wichtig ist und dass die Anforderungen an den Datenschutz sehr unterschiedlich ausfallen. Wer eigene, lokal gehostete KI betreiben möchte, kann auch diese mit CrewBrain verbinden. Für Betriebe mit strengen internen Vorgaben oder mit Auftraggebern aus dem öffentlichen Sektor ist das oft sogar Bedingung.

Wer selbst bauen will, muss nicht an CrewBrain vorbei. Das ist das eigentliche Fazit dieser Serie. Die Lust, sich schnell selbst etwas zu bauen, ist absolut berechtigt. Sie muss aber nicht dazu führen, dass daneben eine zweite Datenhaltung entsteht, die niemand pflegt oder für die im Zweifel niemand zuständig ist. Über die API und den MCP-Server baut man auf dem auf, was ohnehin schon läuft.

Was wir uns vornehmen

Eine offene Schnittstelle ist für uns nur ein wichtiges Teil des Puzzles. Drei Dinge nehmen wir uns mit:

Wir möchten eure Eigenbauten sehen. An eurem Eigenbau erkennen wir schneller echte Bedarfe als in jedem Workshop oder einer Support-E-Mail.

Ehrlich bleiben in Hinsicht auf unsere Roadmap: Auch wenn wir gerne alle Feature-Wünsche implementieren würden, ist das schlicht nicht möglich. Daher zeigen wir dir transparent auf unserer Roadmap, welche Features wir aktuell nicht in Betracht ziehen. Genau solche Features sind die besten Kandidaten für den Eigenbau über unsere API.

Eure Daten gehören euch. CrewBrain bleibt mit der API-Schnittstelle, die in jedem Tarif ohne Limits (abseits von großzügigen Rate-Limits) enthalten ist, stets offen und ihr könnt sie verwenden, um eure Daten einzusehen und zu ändern.

Zum Schluss

Vor zwei Jahren war „selbst bauen oder kaufen“ eine Entweder-oder-Frage, die meistens am Budget entschieden wurde. Heute ist es eine Frage danach, wo genau die Grenze verläuft.

Für uns als Anbieter bringt das neue Herausforderungen mit sich, weil Offenheit und Passgenauigkeit plötzlich genauso zählen wir der Funktionsumfang. Dennoch halten wir diese Entwicklung für positiv, für beide Seiten.

Und falls ihr gerade am eigenen Tool sitzt und nicht wisst, wie ihr es an CrewBrain andocken sollt, fragt uns einfach. Unser Support freut sich über API- und MCP-Fragen genauso wie über jedes andere Feedback.

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