Rentman oder doch eine Alternative? 6 Rental-Tools im Vergleich

Die Materialliste wurde kurz vor dem Wochenende noch einmal geändert, doch im Lager steht bereits alles für die nächste Auslieferung bereit. Wenn dann Geräte doppelt eingeplant sind und eine Rechnung schnell fertig werden muss, wird es eng. Rental-Software führt Lagerbestände, Material, Aufträge und kaufmännische Prozesse zentral zusammen.

Sechs Rental-Lösungen stehen in diesem Artikel gegenüber: Eventworx, easyjob von Protonic Software, Rentman, HireHop, epirent und Musiker-Job. Statt einen Gesamtsieger auszurufen, schauen wir darauf, welche Software zu unterschiedlichen Unternehmensgrößen, Projektarten und Budgets passen kann.

Transparenzhinweis: Wir vergleichen die genannten Rental-Lösungen so neutral wie möglich. Der Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und kann unvollständig sein. Funktionsumfänge und Lizenzmodelle können sich ändern. Entscheidend ist am Ende ohnehin, was im Lager und im Büro wirklich funktioniert.

Nicht jedes Tool passt zu jedem Rental-Alltag

Für einen kleineren Vermietbetrieb sind andere Punkte wichtig als für ein Unternehmen mit mehreren Lagern und vielen gleichzeitig laufenden Produktionen. Eine lange Funktionsliste allein hilft wenig. Wichtig ist, dass die Software eure Abläufe sinnvoll unterstützt und finanziell zu euch passt.

Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick

  • Kosten und Lizenzierung: kostenlose Basisvariante, monatliches Paket oder einmaliger Kauf mit laufendem Support – die Preislogik fällt je nach Anbieter unterschiedlich aus.
  • Cloud, lokal oder hybrid: Einige Lösungen arbeiten konsequent in der Cloud. Bei epirent sind außerdem eine lokale oder hybride Nutzung möglich.
  • Passende Unternehmensgröße: Manche Angebote richten sich eher an kleinere Bands und Vermietbetriebe, andere an größere Event- und Produktionsunternehmen mit mehreren Standorten.
  • Vermietung allein oder mehr: Während manche Systeme klar auf Eventtechnik-Vermietung zugeschnitten sind, berücksichtigen andere zusätzlich Verkauf, Auftritte oder Touren.
  • Was ihr vorher klären solltet: Anzahl gleichzeitiger Nutzer:innen, Standorte, bevorzugte Betriebsform und die Gesamtkosten über mehrere Jahre.

Welches Modell könnte zu euch passen?

Hier bekommt ihr eine erste Einschätzung, welche Lösung zu eurem Verleih und euren Abläufen passen könnte.

Eventworx Geeignet für Eventtechnik und cloudbasierte Rental-Abläufe Besonderer Schwerpunkt RFID, Scanner-App, REST-API und Webshop-Plugin
easyjob von Protonic Software Geeignet für Vermiet-, Produktions- und Eventlogistikbetriebe Besonderer Schwerpunkt Editionen S bis XL, WebAPI, Multisite und Webshop-Modul
Rentman Geeignet für Teams mit mehreren Lagern und modularen Anforderungen Besonderer Schwerpunkt Mehrlager, RFID, API und WooCommerce-Anbindung
HireHop Geeignet für Cloud-orientierte Vermietbetriebe Besonderer Schwerpunkt NFC- und RFID-Scanning, API und Webshop
epirent Geeignet für Vermietung und Verkauf mit individuellen Abläufen Besonderer Schwerpunkt Lokal, Cloud oder hybrid; Mehrlager und REST-API
Musiker-Job Geeignet für Bands, DJs, Künstler:innen und kleinere Verleiher Besonderer Schwerpunkt Vermietung mit Auftritten, Touren, Lexoffice und Google Kalender

Eventworx: Cloud-Software mit gleichzeitig nutzbaren Lizenzen

Bei Eventworx bezahlt ihr nicht für jede angelegte Person, sondern für die Zahl der gleichzeitig aktiven Nutzer:innen. Ihr könnt beliebig viele Benutzer:innen anlegen. Meldet sich eine Person ab, steht die Lizenz sofort für die nächste bereit. Das kann sinnvoll sein, wenn Zugänge zwischen Büro, Lager und Projektleitung geteilt werden.

Die Software richtet sich an Vermieter aus Audio, Licht, Video, Broadcast, Bühnen- und Messebau, Rigging sowie Foto- und Cineservice. Sie bildet Vermietung, Lager, Angebote, Rechnungen und Mahnungen in einem System ab.

Auch im Lager bringt Eventworx mehrere Prozesse zusammen: Barcode-Abläufe, Pack- und Lieferscheine sowie Check-in und Check-out gehören dazu. Rückläufer können über den „Wilden Check-in“ erfasst werden. Bei Lieferabweichungen zeigt der Auftrag direkt an, was nicht wie geplant läuft; die Bearbeitung erfolgt ebenfalls dort.

Eventworx bietet Pakete für unterschiedlich große Teams. Sie unterscheiden sich beispielsweise durch die Anzahl gleichzeitig nutzbarer Voll- und Light-Lizenzen, den verfügbaren Speicherplatz und mögliche Erweiterungen. Abhängig vom Paket lassen sich REST-API, Webshop-Plugin oder Scanning-App ergänzen. Für zwei Monate könnt ihr einen persönlichen Testserver nutzen – ohne Zahlungsdaten und ohne automatischen Vertragsschluss.

Passt gut, wenn: ihr eine Cloud-Lösung für die Veranstaltungstechnik mit festen Paketpreisen und einem flexiblen Lizenzmodell sucht.

Vorher prüfen: Welche Zusatzfunktionen ihr benötigt und ob diese bereits im gewählten Paket enthalten sind.


easyjob von Protonic Software: Vier Editionen für unterschiedliche Betriebsgrößen

Vom kleineren Vermietbetrieb bis zum großen Unternehmen: easyjob von Protonic Software bietet vier Editionen. S richtet sich an kleinere Betriebe, M an mittlere Verleihfirmen, L an größere Teams mit mehreren Standorten und XL an große Unternehmen.

Die Software ist für Vermiet-, Produktions- und Eventlogistikbetriebe ausgelegt. Mehrere Lagerorte, Länder und Währungen können je nach Edition abgebildet werden. Hinzu kommen Funktionen für Projektkalkulation, Kostenplanung und Aufgaben. Mit Modulen lassen sich unter anderem Lagerplatzverwaltung, Scannerprozesse und digitale Transportaufträge ergänzen; auch Controlling, CRM, WebApp und Scannerfunktionen sind je nach Bedarf verfügbar.

Für die Lizenzierung stehen zwei Wege offen. Die klassische Variante wird einmalig gekauft. Beim Subscription-Modell zahlt ihr zunächst eine Startzahlung, danach werden die Gebühren im Dreimonatsrhythmus berechnet. Die Laufzeit beträgt 24 Monate. In diesem Zeitraum sind neue Funktionen und Hauptversionen von easyjob enthalten. Silber-Support gehört dazu, Gold-Support kann ergänzt werden.

Passt gut, wenn: ihr eine Lösung für Vermietung, Projekte, Lager und mehrere Standorte sucht und zwischen Lizenzkauf und Subscription wählen möchtet.

Vorher prüfen: Welche Edition und Module eure Prozesse abdecken. Beim Subscription-Modell solltet ihr euch Laufzeit, Gesamtkosten und die Konditionen für weitere Module konkret anbieten lassen.


Rentman: Erst auswählen, dann passend erweitern

Bei Rentman stellt ihr die Software aus einzelnen Bausteinen zusammen. Die Rental-Business-Management-Lösung für die AV-Branche kann Funktionen für Material, Angebote, Rechnungen, Materialtracking, zusätzliche Lager und Transport umfassen.

Wer eigene Systeme anbinden möchte, kann dafür die öffentliche API von Rentman nutzen. Dafür können technische Kenntnisse oder Unterstützung durch Entwickler erforderlich sein.

Praktisch ist, dass ihr nicht alles auf einmal buchen müsst. Allerdings solltet ihr genau rechnen: Erst die Kombination aus Produkten, Add-ons und Nutzerrollen macht sichtbar, welche Kosten insgesamt anfallen. Modular heißt eben auch, dass die finale Rechnung erst mit der vollständigen Auswahl entsteht.

Passt gut, wenn: ihr Funktionsumfang und Ausstattung eurer Rental-Software nach und nach festlegen möchtet.

Vorher prüfen: Welche Module für eure Abläufe nötig sind und wie hoch die Gesamtkosten eurer Zusammenstellung ausfallen. Eine kostenlose Testphase von 30 Tagen steht zur Verfügung.


HireHop: Einstieg ohne großes Monatspaket

Mit HireHop könnt ihr zunächst kostenlos starten. Das Starter-Paket der Cloud-Rental-Software enthält einen Nutzer, Angebote und Buchungen, Kundenverwaltung sowie eine einfache Bestandskontrolle. HireHop richtet sich an AV-, Event-, Broadcast- und weitere Vermietbetriebe.

Für wachsende Teams gibt es Professional. Dort stehen erweiterte Funktionen, mehrere Standorte, Reports und Dashboards zur Verfügung. Wer größere Anforderungen hat, kann Enterprise-Konditionen anfragen.

Auch technisch bietet HireHop mehrere Möglichkeiten: Barcode-, QR-, NFC- und RFID-Scans werden unterstützt. Hinzu kommen eine offene API, anpassbare E-Mail-Vorlagen, Job-Timelines und eigene Felder. Das ist praktisch, wenn ihr einen festen Ablauf habt, aber nicht jeder Auftrag nach derselben Schablone läuft.

Passt gut, wenn: ihr eine browserbasierte Lösung sucht und mit wenigen Personen beginnen möchtet.

Vorher prüfen: Die Abrechnung erfolgt in britischen Pfund. Prüft daher Währung, Steuerbehandlung, Support und den Umfang des jeweiligen Plans.


epirent: Cloud, lokal oder beides zusammen

Bei epirent entscheidet ihr selbst, wie die Software betrieben wird: in der Cloud, lokal oder kombiniert. Die Lösung verbindet Vermietung und Verkauf innerhalb einer Warenwirtschaft.

Auch bei den Abläufen bleibt ihr flexibel. Möglich sind Prozesse vom Angebot über Auftrag, Lieferschein und Rechnung bis zu Packschein, Barcode-Check, Fehlliste und Arbeitsvorgang. Ergänzt werden können unter anderem Multi-Lager, Mehrmandantenverwaltung, DATEV-Export, REST-API, Webshop, Verpackungseinheiten und Inventur. Wiki und API-Dokumentation zeigen zusätzliche Prozesse und mögliche Anbindungen.

Mit epirent Zero sind bis zu zehn Angebote und fünf Rechnungen im Monat möglich. Für 30 Tage steht außerdem ein Demo-Modus bereit, in dem alle Module außer der Mandantenfunktion verfügbar sind.

Passt gut, wenn: ihr Vermietung und Verkauf in einem System zusammenführen und die Abläufe bewusst selbst gestalten möchtet.

Vorher prüfen: Welche Workflow-Stufe, Skills und Betriebsform notwendig sind. Die Preis- und Lizenzstruktur der Vollversion solltet ihr konkret anfragen.


Musiker-Job: Wenn Vermietung und Bühne zusammenkommen

Musiker-Job spricht nicht nur Vermieter von Licht-, Ton- und Bühnentechnik an. Auch Bands, DJs, Künstler und Agenturen gehören zur Zielgruppe. Neben Vermietaufträgen könnt ihr Auftritte, Touren und Künstlertermine organisieren. Im Vermietbereich verwendet der Anbieter teilweise die Bezeichnung „Rent-Job“.

Die browserbasierte Anwendung läuft laut Anbieter auf Servern in deutschen Rechenzentren. Equipment lässt sich Aufträgen zuordnen; Angebote, Lieferscheine und Rechnungen können als PDF erstellt werden. Artikelbestände sind per CSV importierbar.

Eine Besonderheit ist die Intercompany-Funktion: Unternehmen, die ebenfalls Musiker-Job nutzen, können bei der Auftragsplanung ihre Verfügbarkeiten berücksichtigen. Anbindungen an Lexware Office und Google Kalender sind vorhanden. Den Testaccount könnt ihr bis zu sechs Monate kostenlos nutzen und anschließend die eingegebenen Daten übernehmen.

Passt gut, wenn: ihr Vermietung mit Auftritten, Touren oder Künstlerterminen verbindet.

Vorher prüfen: Ob mehrere Lager, viele parallele Projekte und komplexe Sonderprozesse ausreichend abgebildet werden. Eine allgemeine, öffentlich dokumentierte API für eigene Integrationen ist nicht beschrieben.


Die richtige Rental-Software finden: Fragen aus dem Arbeitsalltag

Bevor ihr euch entscheidet, lohnt sich ein Blick auf eure tatsächlichen Prozesse. Diese Punkte helfen euch, die Auswahl sinnvoll einzugrenzen.

✓ Wie viele Aufträge und parallele Produktionen müsst ihr steuern?
✓ Braucht ihr Funktionen für Scanner, RFID, API oder Webshop?
✓ Soll die Software ein oder mehrere Lager abbilden?
✓ Welche Lizenz- und Kostenlogik ist für euch tragbar?
✓ Reicht Vermietung aus oder sollen Verkauf, Touren und Auftritte dazugehören?
✓ Möchtet ihr in der Cloud, lokal oder hybrid arbeiten?

Testet nicht nur einen Demoauftrag. Nehmt einen echten Vorgang durch – Angebot, Materialausgabe und Rechnung. Dann zeigt sich, ob das System in eurem Alltag mitspielt oder euch zusätzliche Handarbeit beschert.

Fazit: Nicht das Tool entscheidet allein

Alle betrachteten Lösungen helfen bei grundlegenden Rental-Aufgaben wie Materialverwaltung, Lager, Aufträgen und Rechnungen. Einen pauschalen Sieger gibt es trotzdem nicht, denn Lizenzmodell, Erweiterungen, technische Betriebsform und Zielgruppe unterscheiden sich deutlich.

Rental-Software löst nicht automatisch alle Aufgaben rund um ein Projekt. Wer Material und Personal getrennt plant, kann beide Bereiche miteinander verbinden: Die Rental-Lösung bleibt für Lager, Material und Aufträge zuständig, CrewBrain ergänzt die Personal- und Einsatzplanung. Eine kostenlose Schnittstellenverbindung gibt es zu Eventworx, easyjob von Protonic Software und Rentman. Musiker-Job verfügt über keine standardisierte Anbindung an CrewBrain.

Für flexible Lizenzen und Eventtechnik-Pakete steht Eventworx. easyjob von Protonic Software arbeitet mit Editionen und Einmallizenzen. Bei Rentman wählt ihr die benötigten Bausteine selbst aus. HireHop bietet einen kleinen Cloud-Einstieg. epirent lässt sich bei Workflow und Betriebsform flexibel gestalten. Musiker-Job ergänzt die Vermietung um Auftritte und Touren.

Die beste Entscheidung entsteht im Praxistest, nicht nur am Bildschirm. Nehmt einen echten Auftrag und prüft, wie Angebot, Materialausgabe und Rechnung ablaufen. Wenn das Team weniger nachfragen muss und mehr Zeit für die Produktion hat, passt die Lösung wahrscheinlich gut zu euch.

Quellen

Stand: 6. Oktober 2026. Funktionsumfänge, Preise und Lizenzmodelle können sich ändern.

Wie du deinen 45-Tage-Testzeitraum startest

Es ist ganz einfach:

  1. Melde dich auf unserer Website für die kostenlose Testphase an.
  2. Erhalte sofort Zugriff auf CrewBrain und richte Zugänge für dein Team ein.
  3. Nutze die 45 Tage, um alle Funktionen auszuprobieren und deine Prozesse zu optimieren.

Angebot gültig bis auf Widerruf. Nicht auf bestehende Accounts anrechenbar.
Bitte achte darauf, dass du nur über diesen Link deine Demoversion registrierst. Sollte der längere Testzeitraum deinem Account innerhalb von 3 Tagen nicht automatisch zugewiesen werden, melde dich einfach bei uns per E-Mail oder Telefon. 

Der Artikel ist auch in fr_FR verfügbar.

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