Beim Aufbau fehlt plötzlich eine Funkstrecke, obwohl sie eigentlich längst auf der Materialliste stehen müsste. Gleichzeitig ist ein Scheinwerfer für zwei Produktionen reserviert und die Abrechnung wartet noch im Büro. Rental-Software hilft, den Überblick zu behalten: Sie bündelt Material, Lager, Aufträge und kaufmännische Abläufe in einem System.
Wir nehmen Eventworx, easyjob von Protonic Software, Rentman, HireHop, epirent und Musiker-Job unter die Lupe. Eine Lösung ist nicht automatisch für jeden Betrieb die passende. Ausschlaggebend sind eure Projekte, eure Arbeitsweise und der finanzielle Rahmen.
Transparenzhinweis: Wir vergleichen die genannten Rental-Lösungen so neutral wie möglich. Der Vergleich basiert auf öffentlich verfügbaren Informationen und kann unvollständig sein. Funktionsumfänge und Lizenzmodelle können sich ändern. Entscheidend ist am Ende ohnehin, was im Lager und im Büro wirklich funktioniert.
Welche Rental-Software passt zu eurem Betrieb?
Ein Verleih mit einem einzigen Lager arbeitet anders als ein Produktionsteam, das Material an mehreren Standorten bewegt und zahlreiche Auslieferungen parallel organisiert. Deshalb entscheidet nicht die größte Sammlung an Funktionen, sondern ob das System zu eurem Arbeitsalltag und eurem Budget passt.
Kurz gesagt: Darauf unterscheiden sich die Lösungen
- Die Lizenzmodelle sind sehr verschieden: Je nach Tool gibt es kostenlose Einstiegsversionen, monatliche Pakete oder eine Einmallizenz mit jährlichem Support.
- Auch bei der Betriebsform gibt es Unterschiede: Viele Lösungen sind vollständig cloudbasiert; epirent lässt sich zusätzlich lokal oder hybrid nutzen.
- Die Systeme sprechen unterschiedliche Betriebe an: Das Spektrum reicht von Bands und kleineren Verleihern bis zu Event- und Produktionsunternehmen mit mehreren Standorten.
- Der Fokus ist nicht immer derselbe: Einige Tools konzentrieren sich auf die Vermietung von Eventtechnik, andere kombinieren Vermietung mit Verkauf, Auftritten oder Touren.
- Für eure Entscheidung zählt der Praxisalltag: Wie viele Personen arbeiten gleichzeitig mit dem Tool? Gibt es mehrere Standorte? Welche Betriebsform wünscht ihr euch – und welche Kosten entstehen langfristig?
Orientierung für eure Auswahl
Die folgende Übersicht zeigt, welche Modelle grundsätzlich zu eurem Vermietbetrieb passen können.

Eventworx: Flexible Zugänge für Vermietbetriebe
Eventworx richtet sich an Vermieter aus den Bereichen Audio, Licht, Video, Broadcast, Bühnen- und Messebau, Rigging sowie Foto- und Cineservice. Die Cloud-Software verbindet Vermietung und Lager mit Angeboten, Rechnungen und Mahnungen.
Für die Abläufe im Lager stehen Barcode-Prozesse, Pack- und Lieferscheine sowie Check-in und Check-out zur Verfügung. Rückläufer lassen sich auch per „Wildem Check-in“ erfassen. Weicht eine Lieferung ab, wird das direkt im betreffenden Auftrag angezeigt und kann dort bearbeitet werden – bevor das fehlende Gerät zum nächsten Rätsel des Tages wird.
Besonders ist das Lizenzprinzip: Benutzer:innen können unbegrenzt angelegt werden, bezahlt wird aber nur für Personen, die gleichzeitig aktiv arbeiten. Sobald sich jemand abmeldet, kann die Lizenz direkt von der nächsten Person genutzt werden. Das passt zu Teams, in denen Büro, Lager und Projektleitung dieselben Zugänge verwenden.
Die Pakete sind auf unterschiedlich große Teams ausgelegt und unterscheiden sich unter anderem bei gleichzeitig verfügbaren Voll- und Light-Lizenzen, Speicherplatz und Erweiterungen. REST-API, Webshop-Plugin und Scanning-App können – je nach Paket – ergänzt werden. Zum Ausprobieren stellt Eventworx zwei Monate lang einen persönlichen Testserver bereit, ohne Zahlungsdaten und ohne automatischen Vertragsabschluss.
Passt gut, wenn: ihr eine Cloud-Lösung für Veranstaltungstechnik mit festen Paketpreisen und flexibel nutzbaren Lizenzen sucht.
Vorher prüfen: Welche Erweiterungen ihr braucht und ob sie im gewünschten Paket enthalten sind.

easyjob von Protonic Software: Lizenzkauf oder Subscription-Modell
easyjob von Protonic Software richtet sich an Vermiet-, Produktions- und Eventlogistikbetriebe. Die Software ist in vier Editionen erhältlich: S für kleinere Betriebe, M für mittlere Verleihfirmen, L für größere Teams mit mehreren Standorten und XL für große Unternehmen.
Je nach Edition lassen sich mehrere Lagerorte, Länder und Währungen abbilden. Außerdem gehören Projektkalkulation, Kostenplanung und Aufgaben zu den verfügbaren Funktionen. Ergänzende Module können beispielsweise Lagerplatzverwaltung, Scannerprozesse oder digitale Transportaufträge abdecken.
Beim Lizenzmodell habt ihr zwei Möglichkeiten: Ihr könnt easyjob von Protonic Software klassisch als einmalige Lizenz kaufen oder das Subscription-Modell wählen. Dort fällt zunächst eine Startzahlung an, anschließend werden die Gebühren alle drei Monate berechnet. Über die Laufzeit von 24 Monaten erhaltet ihr neue Funktionen und Hauptversionen von easyjob. Silber-Support ist enthalten, Gold-Support kann zusätzlich gebucht werden.
Je nach Edition und Bedarf sind außerdem Module wie Controlling, CRM, WebApp oder Scannerfunktionen verfügbar.
Passt gut, wenn: ihr Vermietung mit Projekt-, Lager- und Standortprozessen verbinden und zwischen Kauf und Subscription wählen möchtet.
Vorher prüfen: Welche Edition, Module und Supportleistungen ihr braucht. Lasst euch beim Subscription-Modell Laufzeit, Gesamtkosten und die Bedingungen für zusätzliche Module konkret anbieten.

Rentman: Module passend zum eigenen Betrieb kombinieren
Rentman ist eine Rental-Business-Management-Software für die AV-Branche. Der Aufbau ist modular: Ihr wählt die Funktionen aus, die ihr für euren Betrieb benötigt – etwa für Material, Angebote, Rechnungen, Materialtracking, weitere Lager oder Transport.
Für individuelle Anbindungen stellt Rentman eine öffentliche API bereit. Laut Anbieter können dafür technische Kenntnisse oder die Unterstützung durch Entwickler nötig sein.
Der modulare Ansatz hat zwei Seiten: Ihr müsst nicht direkt den gesamten Funktionsumfang buchen. Gleichzeitig zeigt sich der tatsächliche Gesamtpreis erst, wenn Produkte, Add-ons und Nutzerrollen zusammengerechnet werden.
Passt gut, wenn: ihr eure Rental-Software Schritt für Schritt zusammenstellen möchtet.
Vorher prüfen: Welche Module ihr wirklich benötigt und welche Gesamtkosten für eure Konfiguration entstehen. Rentman bietet eine kostenlose Testphase von 30 Tagen.

HireHop: Kostenlos beginnen, bei Bedarf ausbauen
HireHop ist eine browserbasierte Cloud-Rental-Software für AV-, Event-, Broadcast- und weitere Vermietbetriebe. Das kostenlose Starter-Paket umfasst einen Nutzer, Angebote und Buchungen, Kundenverwaltung sowie eine einfache Bestandskontrolle.
Wächst das Team, gibt es Professional mit zusätzlichen Funktionen, mehreren Standorten, Reports und Dashboards. Für größere Anforderungen bietet HireHop Enterprise-Konditionen auf Anfrage.
Bei den Prozessen unterstützt HireHop Barcode-, QR-, NFC- und RFID-Scans. Dazu kommen eine offene API, anpassbare E-Mail-Vorlagen, Job-Timelines und eigene Felder. Das kann hilfreich sein, wenn eure Abläufe grundsätzlich feststehen, einzelne Aufträge aber trotzdem ihre kleinen Sonderwünsche mitbringen.
Passt gut, wenn: ihr browserbasiert arbeiten und zunächst mit einem kleinen Team starten möchtet.
Vorher prüfen: HireHop rechnet in britischen Pfund ab. Prüft Währung, Steuerbehandlung, Support und den genauen Funktionsumfang des gewählten Plans.

epirent: Flexible Workflows für Vermietung und Verkauf
epirent verbindet Vermietung und Verkauf in einer Warenwirtschaft. Der Ablauf kann individuell eingerichtet werden – vom Angebot über Auftrag, Lieferschein und Rechnung bis zu Packschein, Barcode-Check, Fehlliste und Arbeitsvorgang.
Die Software kann in der Cloud, lokal oder kombiniert genutzt werden. Je nach Bedarf lassen sich Multi-Lager, Mehrmandantenverwaltung, DATEV-Export, REST-API, Webshop, Verpackungseinheiten und Inventur ergänzen. Wiki und API-Dokumentation geben Einblick in Prozesse und mögliche Anbindungen.
Für kleinere Mengen gibt es epirent Zero mit bis zu zehn Angeboten und fünf Rechnungen pro Monat. Im 30-tägigen Demo-Modus stehen alle Module außer der Mandantenfunktion zur Verfügung.
Passt gut, wenn: ihr Vermietung und Verkauf gemeinsam abbilden und eure Abläufe individuell gestalten möchtet.
Vorher prüfen: Welche Workflow-Stufe, Skills und Betriebsform ihr braucht. Preise und Lizenzen der Vollversion sind öffentlich weniger detailliert sichtbar als bei manchen anderen Lösungen – fragt sie deshalb konkret an.

Musiker-Job: Technikvermietung und Auftritte in einer Anwendung
Musiker-Job richtet sich an Vermieter von Licht-, Ton- und Bühnentechnik sowie an Bands, DJs, Künstler und Agenturen. Neben Vermietaufträgen können auch Auftritte, Touren und Künstlertermine organisiert werden. Für die Vermietung nutzt der Anbieter teilweise den Namen „Rent-Job“.
Die Anwendung läuft im Browser und laut Anbieter auf Servern in deutschen Rechenzentren. Equipment kann Aufträgen zugeordnet werden; Angebote, Lieferscheine und Rechnungen lassen sich als PDF erstellen. Artikelbestände können per CSV importiert werden.
Über die Intercompany-Funktion können Unternehmen, die ebenfalls Musiker-Job nutzen, ihre Verfügbarkeiten bei der Auftragsplanung berücksichtigen. Es gibt zudem Anbindungen an Lexware Office und Google Kalender. Ein Testaccount lässt sich bis zu sechs Monate kostenlos nutzen; die eingegebenen Daten können danach übernommen werden.
Passt gut, wenn: ihr Technik vermietet und gleichzeitig mit Bands, DJs, Künstlern oder eigenen Auftritten arbeitet.
Vorher prüfen: Ob die Lösung für mehrere Lager, viele parallele Projekte und komplexe Sonderprozesse tief genug geht. Eine allgemein öffentlich dokumentierte API für eigene Integrationen ist nicht beschrieben.
Entscheidungshilfe: Was ihr vor dem Vergleich klären solltet
Eine lange Funktionsliste macht noch keine passende Rental-Software. Mit diesen Fragen grenzt ihr die Lösungen ein, die zu eurem Betrieb und eurem Alltag passen.
Nutzt für den Test am besten einen echten Auftrag – vom Angebot über die Materialausgabe bis zur Rechnung. So merkt ihr schnell, ob die Software eure Arbeit unterstützt oder nur eine weitere Liste produziert, die gepflegt werden möchte.
Fazit: Entscheidend ist euer Arbeitsalltag
Eine allgemeine beste Rental-Software gibt es nicht. Alle sechs Lösungen unterstützen zentrale Aufgaben rund um Material, Lager, Aufträge und Rechnungen. Die Unterschiede zeigen sich vor allem bei Lizenzmodell, Erweiterungen, Betriebsform und Zielgruppe.
Eventworx setzt auf flexible Lizenzen und Pakete für die Eventtechnik. easyjob von Protonic Software bietet Editionen und Einmallizenzen. Rentman wird modular aus einzelnen Bausteinen zusammengestellt. HireHop ermöglicht einen kleinen Einstieg in der Cloud. epirent lässt bei Workflow und Betriebsform viel Spielraum. Musiker-Job verbindet Vermietung mit Auftritten und Touren.
Neben Material und Lager spielt in vielen Betrieben auch die Personalplanung eine wichtige Rolle. CrewBrain kann die genannten Rental-Lösungen dabei ergänzen: Die Vermietung und Materialplanung bleiben im jeweiligen Tool, während CrewBrain Personal und Einsätze organisiert. Die Schnittstellen zu Eventworx, easyjob von Protonic Software und Rentman sind ohne zusätzliche Schnittstellenkosten nutzbar. Für Musiker-Job gibt es keine standardisierte CrewBrain-Schnittstelle.
Wählt deshalb nicht nur nach der längsten Funktionsliste. Testet die Software mit euren echten Abläufen. Wenn beim Rücklauf nicht mehr gerätselt werden muss, wo das fehlende Funkgerät geblieben ist, ist das schon ein sehr gutes Zeichen.
Quellen
Stand: 6. Oktober 2026. Funktionsumfänge, Preise und Lizenzmodelle können sich ändern.
- Eventworx: Funktionen, Preise, REST-API
- easyjob von Protonic Software: Editionen, Shop und Preise, WebAPI
- Rentman: Preise, Materialvermietung und Mehrlager, API
- HireHop: Preise, Funktionen, API-Dokumentation
- epirent: Produktseite, Barcode-Check-in/-out, REST-API
- Musiker-Job: Test und Preise, Funktionen für Vermieter, Lexoffice-Anbindung
Wie du deinen 45-Tage-Testzeitraum startest
Es ist ganz einfach:
- Melde dich auf unserer Website für die kostenlose Testphase an.
- Erhalte sofort Zugriff auf CrewBrain und richte Zugänge für dein Team ein.
- Nutze die 45 Tage, um alle Funktionen auszuprobieren und deine Prozesse zu optimieren.
Angebot gültig bis auf Widerruf. Nicht auf bestehende Accounts anrechenbar.
Bitte achte darauf, dass du nur über diesen Link deine Demoversion registrierst. Sollte der längere Testzeitraum deinem Account innerhalb von 3 Tagen nicht automatisch zugewiesen werden, melde dich einfach bei uns per E-Mail oder Telefon.
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