Von der Einsatzplanung bis zur Abrechnung: So greifen ANÜ-Prozesse sinnvoll ineinander

In der Arbeitnehmerüberlassung (ANÜ) sind die einzelnen Arbeitsschritte eng miteinander verzahnt. Einsatzplanung, Vertragsdaten, Arbeitszeiten, Zuschläge, Equal Pay und Abrechnung lassen sich nicht isoliert betrachten. Schon kleine Brüche im Prozess führen schnell zu Fehlern, Mehraufwand oder rechtlichen Risiken.

Ein funktionierender ANÜ-Prozess entsteht deshalb nicht durch einzelne Excel-Listen oder Insellösungen, sondern durch sauber ineinandergreifende Abläufe, idealerweise digital unterstützt.

1. Vertragsbasis & Dokumentenmanagement

Am Anfang der Zusammenarbeit zwischen Verleiher und Entleiher steht der Rahmenvertrag zur Arbeitnehmerüberlassung. Er regelt die grundsätzlichen Bedingungen der Zusammenarbeit und ist Voraussetzung dafür, dass überhaupt Einsätze stattfinden können.

Im Zuge der weiteren Einsatzplanung besteht die Notwendigkeit für die einsatzbezogenen Dokumente, insbesondere:

  • die Konkretisierung des Einsatzes
  • den Überlassungsvertrag
  • die Personaleinsatzübersicht
  • die Leistungsnachweise

Praxisproblem:
Wer diese Dokumente außerhalb des eigentlichen Systems erstellt oder separat speichert, erzeugt Medienbrüche und erhöht das Risiko von fehlenden oder nicht aktuellen Dokumenten.

Moderne ANÜ-Softwarelösungen ermöglichen es, Rahmenvertrag und einsatzbezogene Dokumente direkt aus der Einsatzplanung heraus zu erzeugen, digital an den Kunden zu versenden und rechtssicher elektronisch unterzeichnen zu lassen.
Eine Zwischenspeicherung oder manuelle Ablage ist nicht erforderlich – die Dokumente sind unmittelbar mit Einsatz, Kunde und Mitarbeitern verknüpft.

2. Einsatzplanung: Der Startpunkt aller Folgeprozesse

Nun folgt die Einsatzplanung. Hier werden die Grundlagen für nahezu alle weiteren Schritte gelegt:

  • Welche Mitarbeiter werden eingesetzt?
  • Bei welchem Entleiher und an welchem Standort?
  • Ab wann beginnt der Einsatz und wie lange ist er geplant?
  • Welche Arbeitszeiten gelten?

Diese Informationen sind entscheidend für:

  • die Berechnung der Einsatzdauer
  • die Überwachung von Equal-Pay-Fristen
  • die Höchstüberlassungsdauer
  • spätere Zuschlags- und Abrechnungslogiken

Praxisrealität:

Bei all den Anforderungen ist es schwierig immer den Überblick zu behalten. Es kostet viel Zeit alle relevanten Informationen zusammenzutragen.
Wer Einsatzdaten manuell überträgt, riskiert Abweichungen – und diese wirken sich direkt auf Lohnabrechnung und Compliance aus.

3. Vertrags- und Stammdaten des Mitarbeiters

Parallel zur Einsatzplanung müssen Vertrags- und Stammdaten sauber hinterlegt sein:

  • Arbeitnehmerdaten
  • Tarifzuordnung (z. B. GVP-Tarifvertrag)
  • Entgeltgruppe und Erfahrungszuschläge
  • Weitere Zuschläge (Nachtzuschlag, Sonntagszuschlag, …)

Diese Daten bestimmen:

  • welches Grundentgelt gilt
  • ab wann Erfahrungszuschläge greifen
  • wann ein Equal-Pay-Anspruch zu prüfen ist

Fehlen diese Informationen oder sind sie nicht aktuell, entstehen schnell falsche Abrechnungen – oft erst Wochen oder Monate später sichtbar.

4. Zeiterfassung: Bindeglied zwischen Einsatz und Abrechnung

Die Arbeitszeit ist das zentrale Bindeglied zwischen Planung und Abrechnung.

Erfasst werden müssen unter anderem:

  • Beginn und Ende der täglichen Arbeitszeit
  • Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit
  • Mehrarbeit und Schichtwechsel
  • Einsatzunterbrechungen

Diese Zeiten wirken sich unmittelbar aus auf:

  • tarifliche Zuschläge
  • Equal-Pay-Berechnung
  • Fristenläufe (z. B. Dreimonatsunterbrechung)

Herausforderung:
Wenn Zeiterfassung, Einsatzplanung und Abrechnung getrennt laufen, müssen Daten mehrfach geprüft und manuell abgeglichen werden. Das kostet Zeit und ist fehleranfällig.

5. Zuschläge, Equal Pay und Fristen: Automatik statt Bauchgefühl

Sobald Einsatzdauer und Arbeitszeiten feststehen, greifen automatisch weitere Regelungen:

  • Erfahrungszuschläge ab bestimmten Einsatzzeiten
  • Equal-Pay-Prüfung bei längeren Einsätzen
  • Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit
  • Überwachung der Höchstüberlassungsdauer

In der Praxis werden diese Punkte häufig einzeln geprüft  – mit hohem Aufwand und Fehlerpotenzial.

Ein sinnvoller ANÜ-Prozess sorgt dafür, dass:

  • Fristen automatisch mitlaufen
  • Zuschläge korrekt berechnet werden
  • EqualPay rechtzeitig erkannt und automatisch berücksichtigt wird

6. Abrechnung: Ergebnis aller vorgelagerten Prozesse

Die Abrechnung ist kein eigenständiger Schritt, sondern das Ergebnis aller vorherigen Prozesse.

Eine korrekte Abrechnung setzt voraus, dass:

  • Einsatzdaten stimmen
  • Arbeitszeiten vollständig erfasst sind
  • tarifliche Regelungen korrekt angewendet werden
  • Zuschläge und Equal-Pay-Anpassungen berücksichtigt sind

Fehler in der Abrechnung haben oft ihre Ursache nicht in der Abrechnung selbst, sondern in unklaren oder lückenhaften Vorprozessen.

7. Warum durchgängige Softwareprozesse entscheidend sind

Je komplexer die gesetzlichen und tariflichen Anforderungen werden, desto wichtiger ist ein medienbruchfreier Prozess. Eine zentrale Softwarelösung ermöglicht:

  • einheitliche Datenbasis für alle Prozessschritte
  • automatische Fristenüberwachung
  • konsistente Zuschlags- und Entgeltlogiken
  • weniger manuelle Korrekturen
  • höhere Rechtssicherheit

Statt einzelne Prozesse zu verwalten, entsteht ein zusammenhängender ANÜ-Workflow: von der Einsatzplanung bis zur Abrechnung.

Fazit: Prozesse denken – nicht Einzelschritte

Erfolgreiche Arbeitnehmerüberlassung bedeutet, Prozesse ganzheitlich zu betrachten. Einsatzplanung, Zeiterfassung, Tariflogik und Abrechnung greifen untrennbar ineinander.

Wer diese Abläufe in einer zentralen Lösung abbildet, reduziert Risiken, spart Zeit und schafft Transparenz – für Disposition, Abrechnung und Management gleichermaßen.

Moderne ANÜ-Softwaremodule – wie sie etwa CrewBrain bereitstellt – unterstützen genau diesen Ansatz: strukturierte Prozesse statt isolierter Einzellösungen.

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